WordPress 4.0 "Benny" erschienen

WordPress 4.0 "Benny" erschienen

Das hätte sich der gute David "Benny" Goodman wohl auch nicht träumen lassen, dass er einmal Namensgeber für ein erfolgreiches Release und Content Management System wie WordPress sein würde. Denn die neue Version 4.0 ist mit dem Namenszusatz "Benny" versehen und dem berühmten Jazzmusiker gewidmet. Mit Goodman, der zu den beliebtesten Protagonisten des Swing zählt, will die Entwickler-Community vermutlich auf das gleichfalls beliebte CMS WordPress hinweisen. Dieser Logik folgend könnte sich das nächste große Release dann mit "Louis" ankündigen. Aber wir wollen dem nicht vorgreifen und zunächst sehen, was uns "Benny" Neues swingt – Pardon bringt.

Die erste Neuerung betrifft gleich einmal die Sprachauswahl bei der Installation. Alle alternativen Sprachen zu Englisch lädt Version 4.0 als Sprachdateien im Hintergrund. Die gewünschte vollständig übersetzte Installation steht demnach sofort zur Verfügung. Das erste wirkliche Highlight des CMS, das so manchem Redakteur ein Seufzen entlocken dürfte, ist der überarbeitete Editor. Jeder, der schon einmal lange Texte bearbeitet, Bilder eingefügt und mit dem Layout getüftelt hat, kennt das Problem. Allzu schnell führte das Scrollen ins "Werkzeugleisten-Nirvana". Schluss damit! Fortan passt sich der Editor der Textmenge an und sorgt dafür, dass die Formatierungswerkzeuge stets in Griffweite sind. Gleiches gilt für die untere Leiste, die Aufschluss über die Wortanzahl und den letzten Zugriff liefert. Und es geht noch weiter.

Der Editor liefert jetzt eine echte Vorschau des eingebetteten Inhalts. Entschließt sich der Redakteur für eine neue Zeile und einen YouTube-Link, generiert der Editor das entsprechende Video. Das funktioniert auch mit einem Tweet. Da ist es nur konsequent, dass auch die Mediathek neu und mit Stil eingerichtet wurde. Die Uploads präsentieren sich in grenzenlosem Raster und Detailvorschau. Im Handumdrehen ist so eine beliebige Menge an Mediendateien sortiert und bearbeitet. Im Übrigen wurde auch die Anzahl der unterstützten Dienste erweitert. Zu den Embed Types zählen jetzt unter anderem Animoto, CollegeHumor, Issuu, Mixcloud und TED.

Eine weitere Neuerung betrifft die innovative und schnelle Entwicklung des CMS selbst. Bei inzwischen weit über 30.000 Open-Source-Plugins fällt es alles andere als leicht, den Überblick zu behalten. Version 4.0 überzeugt mit neuen Kriterien, einer verbesserten Suche und Wahrnehmung, die das Stöbern nach Plugins erleichtert und das Ergebnis abrundet. Weitere Verbesserungen betreffen den Customizer-Dialog, die Abfrage-Reihenfolge und aktualisierte Programmbibliotheken. Im Fazit betrachtet, präsentiert sich WordPress 4.0 als stimmiges Release, das mit neuen Features beim Editor und Media-Modul aufwartet. Dann sind wir jetzt schon gespannt, was "Louis" bringen wird.

Die offizielle englischsprachige Version kann hier heruntergeladen werden, und die offizielle deutschsprachige Version steht hier zur Verfügung.

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