Einsatz von HTTP/3 möglich
HTTP/3 bringt die größte Weiterentwicklung des Web-Protokolls seit HTTP/2. Dank QUIC profitieren Webseiten von schnelleren Verbindungen, geringerer Latenz und einer verbesserten Performance in modernen Netzwerken.
Mit MySQL 9.7.0. LTS steht die nächste Long-Term-Support-Version des relationalen Datenbanksystems auf unseren Servern zur Verfügung. Diese neue Version markiert einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung von MySQL und bringt zahlreiche Verbesserungen für Administratoren, Entwickler und Betreiber produktiver Anwendungen mit sich.
Neben neuen Funktionen in den Bereichen Hochverfügbarkeit, Replikation, Telemetrie und Performance enthält die Version auch einige Änderungen, die insbesondere bei Upgrades bestehender Systeme berücksichtigt werden sollten.
Mit MySQL 9.7.0 beginnt eine neue Long-Term-Support-Reihe. Während die sogenannten Innovation-Releases neue Funktionen in kurzen Abständen bereitstellen, richtet sich eine LTS-Version vor allem an Unternehmen und Betreiber produktiver Systeme, die auf Stabilität, langfristige Wartung und planbare Updates angewiesen sind.
Für viele Anwender wird MySQL 9.7.x daher die bevorzugte Zielversion für Neuinstallationen und zukünftige Upgrade-Projekte sein.
MySQL 9.7.0 LTS erweitert die Community Edition deutlich. Besonders in den Bereichen Replication-Monitoring, Hochverfügbarkeit, Telemetrie, JSON Duality Views und Query-Optimierung stehen nun Funktionen zur Verfügung, die bislang überwiegend Enterprise-Anwendern oder den Innovation-Releases vorbehalten waren. Dadurch profitieren auch Community-Nutzer von einer besseren Observability, resilienteren Cluster-Umgebungen und moderneren Entwicklungswerkzeugen.
Gerade in verteilten Umgebungen ist Transparenz ein entscheidender Faktor. MySQL 9.7 erweitert die Möglichkeiten zur Überwachung von Replication- und Group-Replication-Clustern deutlich.
Neu hinzugekommen sind unter anderem:
Für Administratoren bedeutet dies eine deutlich bessere Sichtbarkeit von Engpässen. Lastsituationen und Replikationsverhalten.
MySQL 9.7 kann problematische oder instabile Cluster-Mitglieder besser erkennen und bei Bedarf automatisch aus dem Verbund entfernen. Verbessern sich die Bedingungen, kann eine automatische Wiederaufnahme in den Cluster erfolgen.
Zusätzlich wurde die Primärknoten-Auswahl optimiert. Bei einem Failover wird bevorzugt der am besten synchronisierte Knoten ausgewählt, wodurch sich Datenverluste und Replikationsverzögerungen minimieren lassen.
Moderne Betriebsplattformen setzen zunehmend auf zentrale Monitoring- und Observability-Lösungen. Mit MySQL 9.7 hält deshalb eine native Telemetrie-Unterstützung Einzug in die Community Edition.
Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:
Damit lässt sich MySQL deutlich besser in moderne DevOps-, SRE- und Cloud-Native-Umgebungen integrieren.
Auch für Entwickler bringt die neue Version interessante Erweiterungen mit.
JSON Duality Views ermöglichen die Darstellung relationaler Datenstrukturen als JSON-Dokumente. In MySQL 9.7 können diese Views nicht mehr nur definiert, sondern auch direkt für Datenmanipulation genutzt werden.
Neu hinzugekommen sind unter anderem:
Dadurch wird die Entwicklung moderner Anwendungen vereinfacht, die sowohl relationale Datenmodelle als auch dokumentenorientierte Zugriffe benötigen.
Komplexe SQL-Abfragen mit zahlreichen JOIN-Operationen profitieren vom erweiterten Hypergraph Optimizer.
Der Optimizer kann deutlich mehr Ausführungspläne analysieren und dadurch in vielen Szenarien effizientere Strategien zur Abfrageausführung finden. Besonders bei analytischen Workloads oder komplexen Geschäftsanwendungen können sich daraus spürbare Performancegewinne ergeben.
Der Standard-Authentifizierungsmechanismus caching_sha2_password unterstützt nun zusätzlich PBKDF2-basierte Speicherformate.
PBKDF2 erhöht den Aufwand für Passwortangriffe erheblich, da mehrere Iterationen der Hash-Funktion durchgeführt werden. Dadurch wird insbesondere der Schutz gegen Brute-Force- und Wörterbuchangriffe verbessert.
Eine technisch bedeutende Änderung im Bereich Authentifizierung wurde bereits mit MySQL 9.0 eingeführt und sollte beim Umstieg von einer älteren Version unbedingt beachtet werden: Das Authentifizierungs-Plugin mysql_native_password wurde vollständig entfernt.
Das Verfahren gilt seit Jahren als veraltet und entspricht nicht mehr aktuellen Sicherheitsanforderungen. Zu den Schwächen zählen insbesondere:
Aus diesen Gründen hatte Oracle die Methode bereits in den Vorgängerversionen als veraltet eingestuft und deren Nutzung schrittweise zurückgedrängt.
In vielen Fällen lautet die Antwort: Nein. Bereits seit MySQL 8 ist caching_sha2_password der Standard für neue Benutzerkonten. Das ältere Verfahren mysql_native_password musste dort aktiv konfiguriert werden.
Wer also bereits mindestens MySQL 8 nutzt und keine expliziten Anpassungen vorgenommen hat, verwendet in der Regel ohnehin bereits caching_sha2_password. Ein Upgrade auf MySQL 9.7 verursacht in diesen Fällen normalerweise keine Probleme.
Anders sieht das bei sehr alten Anwendungen oder veralteten Datenbank-Connectors aus. Insbesondere Software, die noch auf Technologien aus der Zeit von MySQL 5.7 oder älter basiert, unterstützt caching_sha2_password möglicherweise nicht vollständig. Ein bekanntes Beispiel sind ältere PHP-Versionen und veraltete Datenbanktreiber.
Vor einem Umstieg auf MySQL 9.7 sollten folgende Punkte überprüft werden:
caching_sha2_password?Sollten Anwendungen noch auf veralteten Connectors basieren, empfiehlt sich vor dem Datenbank-Upgrade zunächst eine Aktualisierung der jeweiligen Softwarekomponenten.
Wichtig ist dabei: Da die Entfernung von mysql_native_password eine grundlegende Änderung innerhalb von MySQL darstellt, kann diese nicht durch uns als Ihr Hostinganbieter kompensiert werden.
Neben den bereits genannten Funktionen enthält MySQL 9.7 zahlreiche weitere Verbesserungen:
Drupal-Administratoren sollten jetzt handeln: Ein aktuelles Update schließt eine hochkritische SQL-Injection-Schwachstelle, die bereits aktiv ausgenutzt wird. Der Beitrag erklärt die technischen Hintergründe, betroffene Systeme und warum zeitnahe Sicherheitsupdates unverzichtbar sind.
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