hosts-Datei unter Windows 7 bearbeiten

Um an einer Kopie einer Live-Website zu entwickeln, benutzt man normalerweise eine Arbeitsdomain oder Subdomain, die auf die Kopie verweist, und ändert dann bei der Veröffentlichung der neuen Version der Website die DNS-Records der Hauptdomain so, daß sie auf die Kopie zeigen, die damit zur Live-Website wird.

Einige CMS- und Shopsysteme wie z.B. WordPress, Shopware und Magento haben leider die unschöne Eigenschaft, daß sie die Domain, unter der die Website erreichbar ist, in der MySQL-Datenbank speichern und immer wieder auf diese Domain umleiten, auch wenn man die Entwicklerwebsite ursprünglich unter der Arbeitsdomain aufgerufen hat.

Natürlich könnte man jetzt die Domain in der Datenbank ändern, so daß man mit der Arbeitsdomain entwickeln kann, und dann vor der Liveschaltung der Website die Domain in der Datenbank wieder auf die richtige Domain ändern, was sich aber manchmal auch hakelig gestalten kann, vor allem, wenn die Domain nicht nur an einer Stelle in der Datenbank verwendet wird.

In solch einem Fall raten wir dazu, keine Arbeitsdomain für die Entwicklerwebsite zu nutzen, sondern die richtige Domain, und auf den PCs der Entwickler die hosts-Datei so zu ändern, daß die Domain auf die Entwicklerwebsite zeigt.

Unter Windows 7 läßt sich die hosts-Datei wie folgt ändern:

Klicken Sie auf Start und gehen Sie zu Zubehör > Editor, wo Sie einen Rechtsklick ausführen:

Wählen Sie Als Administrator ausführen aus dem Kontextmenü aus:

Klicken Sie bei folgendem Dialog auf Ja:

Möchten Sie zulassen, daß durch das folgende Programm Änderungen an diesem Computer vorgenommen werden?

Im Editor gehen Sie nun zu Datei > Öffnen...:

Navigieren Sie zum Ordner C:\Windows\System32\drivers\etc. Stellen Sie sicher, daß alle Dateien angezeigt werden (*.*), nicht nur Textdateien (*.txt):

Sie sollten nun die hosts-Datei sehen (ohne Endung). Öffnen Sie sie:

Wenn Ihre Entwicklerwebsite für die Domain example.com/www.example.com unter der IP-Adresse 1.2.3.4 erreichbar ist, fügen Sie folgende Zeile hinzu und speichern Sie dann die Datei:

1.2.3.4 example.com www.example.com

Wenn Sie danach example.com bzw. www.example.com in Ihrem Browser aufrufen, sollten Sie zu Ihrer Entwicklerwebsite gelangen. Evtl. müssen Sie noch den Cache Ihres Browsers löschen - Firefox verhält sich hier manchmal etwas störrisch und cacht die alten DNS-Einträge trotzdem weiter, aber in Chrome z.B. funktioniert es wunderbar.

Nach oben